Der Härtetest für die Amazon Cloud: Ein Mann will ein halbes Jahr lang Porno-Videos hochgeladen haben, um das Versprechen Amazons auf unbegrenzten Speicherplatz in der Cloud zu überprüfen. Nun könnte er Hunderte Jahre lang Pornos gucken.

Mehr als 1 Petabyte Pornos – für den Reddit-Nutzer „Beaston02“ war das ein Meilenstein. Sexsüchtig ist der Nutzer allerdings nicht. Er wollte damit eine Grenze austesten: die Grenze der angeblich unbegrenzten Amazon Cloud.

Auf Amazon Drive können Kunden einen Cloud-Speicher nutzen. Der kostet 70 Euro pro Jahr und speichert unbegrenzt Fotos, Videos und andere Dateien. Das war zumindest so, bevor „Beaston02“ sein Experiment beendete.

Insgesamt 1,8 Petabyte Pornos

BrilleInsgesamt sammelte „Beaston02“ laut eigenen Angaben rund 1,8 Petabyte (1 Petabyte entspricht 1000 Terabyte) – hauptsächlich Pornos. Sein Experiment habe er mit Material beendet, das in HD-Qualität etwa 900.000 Stunden Länge entsprechen würde. Dann gab er auf, denn in der Amazon Cloud wäre noch Platz für mehr gewesen. Bei ununterbrochenem Ansehen 24 Stunden am Tag hätte es bereits mehr als 100 Jahre gedauert, das Material komplett anzuschauen – bei Videos mit niedrigerer Auflösung darunter dann noch länger.

Doch die heruntergeladenen Daten seien ihm egal, schreibt er auf Reddit. Er habe sich lediglich für Pornos entschieden, weil es ein einfacher Weg sei, in kurzer Zeit möglichst viele Daten zu sammeln.

Speicherplatz inzwischen begrenzt

„Ich weiß, dass mich einige Menschen als großen Perversen oder jemanden mit einer Pornosucht darstellen wollen, aber das bin ich nicht. Ich habe vielmehr ein Problem mit dem Sammeln und Horten von Daten“, erläuterte Beaston02 gegenüber „Motherboard“.

Anscheinend war „Beaston02“ nicht der einzige Nutzer, der gigantische Datenmengen in die Cloud geladen hat. Im Juni dieses Jahres hat Amazon den Speicherplatz auf einen Terabyte begrenzt.

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Autorin | Sarah Thust

Zuletzt aktualisiert | 29.08.2017

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